Schottland

Erdrutsch in Schottland

Bei den Parlamentswahlen in Schottland sieht es nach einem Erdrutsch aus. Die bisherige Machtverteilung, die bislang bekannte politische Geographie, wurde mal eben komplett über den Haufen geworfen.

Von den 59 Sitzen gehen nach Einschätzung von Wahlbeobachtern fast alle an die Scottish National Party (SNP). Die anderen Parteien haben sich vermutlich in maximal drei Wahlkreisen durchgesetzt. David Mundell dürfte den Sitz im britischen Parlament für die Konservativen in Dumfriesshire, Clydesdale and Tweeddale ausfüllen. Ganz im Norden sieht es so aus, als ob Alistair Carmichael (Liberal Democrats) den Sitz für die Orkney & Shetlands gewonnen hat. Labour hat in ihrer früherem Kerngebiet Schottland vermutlich nur einen einzigen Sitz behalten: Ian Murray würde dann Edinburgh South vertreten.

Schottland hat gewählt

Schottland hat gewählt – Großbritannien bleibt Groß-Britannien. Das Ergebnis ist dabei deutlicher als zunächst befürchtet ausgefallen. Denn nichts wäre nach einer aufgeheizten Debatte den Schotten aus beiden Lagern schwieriger gefallen, als ein enges Ergebnis akzeptieren zu müssen. Die Wahlbeteiligung war dabei sensationell hoch: 84,59 %. Da hat wirklich ganz Schottland gewählt.
Die größten Befürworteranteile einer Unabhängigkeitserklärung waren in Dundee (57,3%), West Dunbartonshire (54%), Glasgow (53,5%) und North Lanarkshire (51,1%) zu verorten. West Dunbartonshire grenzt an die als „Atom-U-Boot-Hafen“ viel diskutierte Marine-Basis Faslane. North Lanarkshire gehört zu den südöstlichen Einzugsgebieten des Großraums Glasgow.
Die klarsten Ergebnisse pro Verbleib gab es übrigens direkt an der Grenze zu England (Scottish Borders 33,4% für „Yes“ und an der nördlichen Grenze (Orkneys) mit nur 32,8% „Yes“-Stimmen.

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Ein Tag für die Geschichtsbücher

Der 18. September 2014 ist ein Tag für die Geschichtsbücher. Schottland entscheidet über die Unabhängigkeit. Neben dem zunächst vor allem im Süden Großbritanniens unterschätzten und jetzt zu einem Krimi gewordenen Referendum, das am 18. September das beherrschende Thema aller britischen Medien ist, weist The Scotsman auf eine zweite revolutionäre Neuerung hin:. Der „Royal & Ancient“ diskutiert über weibliche Mitglieder…

 

 

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Schottland: Ein Horrorszenario für London…

Schottland: Ein Horrorszenario für London…

Allmählich begreifen immer mehr Journalisten, dass da im Jahr, in dem sich die Schlacht von Bannockburn zum 700. Mal jährt, tatsächlich etwas passieren könnte… Reiner Luyken, der wohl beste deutschsprachige Schottland-Kenner, hat da schon seit längerem informative Artikel vorgelegt, die die Stimmung verdeutlichen. Schottlands Nationalisten machen Ernst mit der Abspaltung von Großbritannien. Und das wird jetzt die nächsten Monate so weiter gehen… da, da, da… u nd die BBC kommt auch nicht ungeschoren davon: SBS statt BBC Scotland lautet das RezeptVollbildaufzeichnung 26.11.2013 155347

Was in Schottland zählt… (geo.de)


ZEIT online: Zwischen Torf und Meer

ZEIT online: Zwischen Torf und Meer

Der Reigen meiner Lieblings-Zeitschriften ist beinah komplett…

Ein kundiger Kollege lobt die Konzentration auf die Landschaft

Udo Haafke ist als Autor von fast vier Dutzend Reisetiteln ein wirklich kundiger Kollege. Er lobt die Konzeption, sich auf die wichtigste Attraktion zu konzentrieren.

Udo Haafke/Schottlandberater

Er ist auch der erste Rezensent, dem aufgefallen ist, dass einige Fotos wohl auch zur Illustration von Outdoor-Katalogen taugen würden… Dazu ein ausdrückliches Lob für den Text – wow…

Die Vorfreude steigt: „Schottland…“ ist bald da…

…. erscheint im Dezember ’11:

Jan Bertram/ Ralf Gantzhorn

Jan Bertram/ Ralf Gantzhorn

Jan Bertram/ Ralf Gantzhorn
192 Seiten mit 100 Farbabbildungen
Format 30 x 26 cm
gebunden mit Schutzumschlag
EAN 9783763370580

ISBN 978-3-7633-7058-0
49,90 Euro [D] • 51,30 Euro [A] • 69,90 SFr
Inhalt
Leseprobe

Ob Karomuster, Kilt und Clan – das im Wind und Wetter exponierten Norden der britischen Inseln gelegene Schottland gebiert seit Jahrhunderten eine reiche Auswahl an touristischen Klischees. So nah und doch so fern… Das nur etwas mehr als eine Flugstunde entfernte Schottland strotzt nur so vor Geschichte und Geschichten: Ob Reisen zu den Wiegen des Golfsports, die nicht enden wollende Suche nach den besten Whisky-Destillen oder ausgedehnte Trips durch die Highlands – viele der häufig von viel Nebel, Wind und Regen und knietiefem Torf bestens beschützten Attraktionen des Landes eignen sich erstaunlich gut fürs erzählerische Nacherleben im örtlichen Pub oder am heimischen Kamin.
Die Schotten hegen die Überzeugung, dass die Benutzung von Karte & Kompass charakterbildenden Einfluss haben kann und ein Schuss Selbstverantwortung zum Leben und Überleben in unverbauten Naturräumen gehört. Die Wanderbeschilderungen bleiben spärlich, die als Berghütte unzureichend beschriebenen »Bothy« sind im mitteleuropäischen Sprachgebrauch eher als Notunterkunft zu verkaufen. Das dünn besiedelte Land weist aber auch für den weit gereisten Besucher – so die Meinung der nach Studienjahren vor Ort dutzendfach wiedergekehrten Schottland-Fans Ralf Gantzhorn und Jan Bertram – landschaftliche Glanzlichter auf. Die mitunter minütlich veränderten Lichtstimmungen können für Wechselbäder der Gefühle sorgen. Frust über lausige Sicht wie fassungsloses Staunen inklusive. Das nominell nur mit Mittelgebirgshöhen aufwartende Wander- und Kletterparadies am nordwestlichen Rand Europas bietet zudem Weltklasse-Reviere fürs Eisklettern, Bergsteigen und Mehrtageswandern.
Der opulente Bildband fängt Dramatik der Wetterstimmungen ein, inspiriert mit dem umfangreichen Karten- und Planungsmaterial zu eigenen Trips. Wanderer finden die kompakten Informationen inklusive Übersichten und Höhenprofilen zu allen wichtigen Trekkingrouten des Landes. Kletterer können sich auf Routenskizzen (Topos) den Gullys, Graten und Gipfeln bereits vom heimischen Herd her nähern. Mit dem Bildband haben die Autoren den Charakter und die Liebeswürdigkeit des Landes und der Bewohner eingefangen – und so ihren Tribut an Schottland entrichtet.

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